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Inhalt

Einleitung: Einführung und Kurz-Rückblick auf das bisherige BO-Konzept und den Entwicklungsprozess des BO-Curriculums 

Ziel/e der Berufsorientierung

Rahmenbedingungen der Schule

Überblick über den BO-Prozess

Kompetenzraster Berufsorientierung

Einsatz des Portfolioinstruments

Beratungs- und BO-Förderkonzept (individuelle Förderplanung)

Einbindung von Eltern und Erziehungsberechtigten

Kooperationen mit außerschulischen Akteuren und Netzwerkarbeit

Informationstransfer

Indikatoren gestützte Qualitätssicherung und Evaluation

Qualifizierung/Professionalisierung der Lehrkräfte

Anhang

 

Einleitung: Einführung und Kurz-Rückblick auf das bisherige BO-Konzept und den Entwicklungsprozess des BO-Curriculums

Die Gesamtschule Volksgarten hat im Jahr XXX als einer der ersten Schulen in Mönchengladbach als Pilotschule am Projekt „KAoA“ („Kein Abschluss ohne Anschluss“) teilgenommen. Inzwischen ist es gelungen, unser schon Jahre vorher erfolgreiches und mehrfach ausgezeichnetes Berufsorientierungskonzept in die durch KAoA vorgeschriebenen Module einzupassen. Entweder wurden die bisherigen Elemente unseres Konzeptes begrifflich ersetzt (statt Betriebserkundung nun Berufsfelderkundung) oder neu eingeführt (Anschlussvereinbarung). Da wir Schule der "ersten Welle" waren/sind, haben wir bereits alle Standardelemente umgesetzt und in unserem Berufsorientierungscurriculum entsprechend ausgewiesen.

Durch die zunehmende Inklusion arbeiten aktuell auch zwei Sonderpädagoginnen im Beratungsteam Berufswahlorientierung.

Die Gesamtschule Volksgarten ist seit dem Jahr 2005 Träger des SIEGELS „Schule mit vorbildlicher Berufswahl“.

Das Berufswahl-SIEGEL ist ein freiwilliger Zertifizierungsprozess für allgemeinbildende, weiterführende Schulen, die in vorbildlicher Weise ihre Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt vorbereiten. Seit dem Jahr 2004 werden in Mönchengladbach Schulen mit einer herausragenden Berufs- und Studienorientierung mit dem Gütesiegel „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule Mönchengladbach“ ausgezeichnet, insofern sie sich hinsichtlich der berufs- und studienwahlvorbereitenden Maßnahmen vom Durchschnitt abheben. Qualitätsstandards sollen von außen an die Schule herangetragen werden, so dass ein Leistungsanreiz für die Schulen entsteht. Schülerinnen und Schüler einer SIEGEL-Schule sollten am Ende ihrer Schullaufbahn in der Lage sein, die Entscheidung für oder gegen einen Beruf selbstständig treffen zu können.

SIEGEL-zertifizierte Schulen unterstützen in vorbildlicher Weise

  • Jugendliche bei der Entwicklung einer klaren, frühzeitigen beruflichen Perspektive,
  • Eltern bei der Begleitung ihrer Kinder in der Berufswahlphase,
  • Lehrkräfte bei der Positionierung des Themas Studien- und Berufsorientierung im Kollegium und in den Fachkonferenzen,
  • Betriebe, da Schülerinnen und Schüler von SIEGEL-Schulen besser für den Beginn der Berufsausbildung vorbereitet sind. [1]

[1] https://bwnrw.de/schulewirtschaft/aktivitaeten/berufsorientierung/berufswahlsiegel

Darüber hinaus erhielten wir im Jahr 2018 anlässlich des fünfjährigen Bestehens unserer Kooperation eine diesbezügliche Auszeichnung von der Mönchengladbacher Kreishandwerkerschaft.

Ziel/e der Berufsorientierung

  • a) Vermittlung von Fach- Methoden – und Sozialkompetenzen, Schlüssel-qualifikationen
  • b) vorausschauende Lebensplanung, eigenverantwortliche und zielgerichtete Berufswahl-/Schullaufbahnentscheidung
  • c) Berufseinstieg/Besuch der gymnasialen Oberstufe/andere weiterführende Schulen

Parallel zu der Berufsorientierung verfolgen wir auch das Ziel, jeden Schüler und jede Schülerin zum jeweils bestmöglichen Abschluss zu führen. Unterstützt wird dieser Prozess durch ständige Informationen und Gespräche der Klassenleitungen und der Abteilungsleitung 2 mit den SchülerInnen der Klassen 8-10, z.B. im Bereich der Abschlussberechnungsbestimmungen.

Für leistungsschwächere und schulmüde Jugendliche läuft im Jahrgang 9 das Projekt „Rettet den Abschluss“. Hier werden in regelmäßigen Gruppengesprächen unter der Leitung der Abteilungsleiterin 2 Ursachen erforscht, persönliche Ziele formuliert und motiviert. Als Ergebnis musste seit Beginn dieser Maßnahme vor 8 Jahren kaum ein Schüler wegen Nichtversetzung die 9. Klasse wiederholen. Dieses Ergebnis erfüllt in hohem Maße den unten von der Bezirksregierung vorgegebenen Punkt „Prävention statt Nachsorge“.

  • Unterstützung aller jungen Menschen in ihrem Prozess der Berufs- und Studienwahlentscheidung
  • Berufswahlspektrum verbreitern – junge Menschen entscheidungsfähig machen
  • Warteschleifen reduzieren – möglichst direkt in Ausbildung oder Studium einsteigen – jeder junge Mensch soll einen Anschluss an seinen (Schul-) Abschluss erhalten
  • Übergang von der Schule in den Beruf zu einem transparenten und nachhaltigen Gesamtsystem verändern
  • Prävention statt Nachsorge!
  • Alle Akteure arbeiten zusammen! Jeder auf Basis seiner gesetzlichen Grundlagen und Mittel. [1]

 

[1] http://www.berufsorientierung-nrw.de/cms/upload/MAGS-Brosch-SchuleBeruf-Online_nach_Korrektur_nicht_bf.pdf

Wir möchten unserer Schülerinnen und Schüler nicht in irgendeinen Job vermitteln, sondern in einen Beruf, der ihnen Spaß macht, der ihren Fähigkeiten entgegen kommt und für den sie „brennen“.

Rahmenbedingungen der Schule

Die Gesamtschule Volksgarten ist eine städtische Schule mit gebundenem Ganztag. Sie besteht aus 4-zügigen Jahrgangsstufen der Klassen 5 bis 10 und der 3-zügigen Jahrgangsstufen der Oberstufe mit den Jahrgängen EF, Q1 und Q2.

Die Gesamtschule Volksgarten ist Schule des gemeinsamen Lernens.

Seit 2015 werden an der Schule Seiteneinsteiger mit dem Schwerpunkt des Erwerbs der deutschen Sprache unterrichtet. Diese Kinder sind von Anfang an an einzelne Klassen angebunden und daher gut in die Schulgemeinschaft integriert.

Die Gesamtschule bietet Ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, alle existierenden Schulabschlüsse zu erwerben: Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und 10, Abschlüsse der Förderschule nach Jahrgang 9 und 10, Fachoberschulreife, Fachoberschulreife mit Qualifizierung zum Besuch der Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe, Fachoberschulreife mit Qualifizierung zum Besuch der Qualifizierungsphase der gymnasialen Oberstufe, Fachoberschulreife (schulischer Teil) und Abitur. Die Erreichung der Abschlüsse hängt von den in den jeweiligen Jahrgangsstufen erbrachten Leistungen ab, wie sie in der APO SI und APO Gost beschrieben werden. In der Regel erreichen von den bisher 120 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs 55% den FORQ-E, 33% den FOR und 15% den HA10[1].

Von den Schülerinnen und Schülern mit FORQ-E besuchen ca. 80% unsere Oberstufe, die meisten anderen melden sich bei einem schulischen Ausbildungsgang eines Berufskollegs an und nur ein geringer Anteil (ca. 7 Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs) beginnt direkt eine Ausbildung.[2]

Die Gesamtschule Volksgarten liegt im Stadtteil Hardterbroich-Pesch, der zum Stadtbezirk Ost der Stadt Mönchengladbach gehört. Die Prägung des direkten Umfeldes ist großstädtisch. Von 13.735 Einwohnern insgesamt waren zum

 

[1] Angaben aus dem Schuljahr 2018/19

[2] Angaben aus dem Schuljahr 2018/19

 

31.12.2018 6.210 (45,2%) mit Migrationshintergrund, was um 11,4 % höher ist als der Durchschnitt in der Stadt (33,8%)[1].

Die Arbeitslosenquote lag zu diesem Zeitpunkt bei 5,9% und damit um 1,5% über den Stadtdurchschnitt von 4,5%[2].

Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer vom April 2018[3] haben sich die wirtschaftlichen Strukturen des in der Vergangenheit durch die Textil- und Bekleidungsindustrie geprägten Wirtschaftsstandorts Mönchengladbach in den letzten zehn Jahren weiterhin in Richtung der Dienstleistungen verändert. Der Anteil der Produzierenden Wirtschaft beträgt im Jahr 2015 in Mönchengladbach nur noch 22,4 Prozent. Umgekehrt hat der Dienstleistungssektor einen Anteil von 77,5 Prozent an der gesamten Wertschöpfung erreicht.

Mönchengladbach hat sich zu einem wichtigen Dienstleistungsstandort entwickelt. Beschäftigungsstarke Branchen sind Gesundheitswesen, Handel und Verkehr, öffentliche Verwaltung.

Im Schuljahr 2019/2020 besuchen 966 Schülerinnen und Schüler die Gesamtschule Volksgarten, davon sind 703 in der Sekundarstufe I. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ist 646 und liegt somit bei 66,9%, davon in der Sekundarstufe I – 458 Schülerinnen und Schüler – 65,1%. Die Schule wird dem Standorttyp der Stufe 5 zugeordnet.

Insgesamt sind 45 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf über alle Jahrgänge verteilt. Davon 22 mit Förderschwerpunkt Soziale und Emotionale Entwicklung, 16 - Lernen, 4 – Hören und Kommunikation/Schwerhörigkeit, 2 – Geistige Entwicklung, 1 – Sprache.

Die Schule verfügt über eine Studien- und Berufsorientierungsgruppe, die aus drei StuBos (Studien- und Berufswahlkoordinatoren) besteht und die Berufsorientierung und Schülerpraktika in den Sekundarstufen I und II betreut.

In der Schule ist ein Berufsorientierungsbüro vorhanden. Dort findet regelmäßige Beratung durch den zuständigen Berufsberater der Agentur für Arbeit statt. Auch die beiden Berufseinstiegsbegleiter arbeiten dort mit ihren Schülergruppen der Jahrgänge 9 und 10. Das Büro wird intensiv von den Schülerinnen und Schülern genutzt.

[1] Stadt Mönchengladbach, Fachbereich Stadtentwicklung und Planung, Stadtteilbeschreibung / Sozialraumanalyse

[2] Stadt Mönchengladbach, Fachbereich Stadtentwicklung und Planung, Stadtteilbeschreibung / Sozialraumanalyse

[3] https://www.ihk-krefeld.de/de/media/pdf/standortpolitk/wirtschaftspolitk/analysen/standortanalyse-moenchengladbach.pdf

Überblick über den BO-Prozess

 

Kompetenzraster Berufsorientierung

  • eigene Entscheidungen im Hinblick auf ihre Lebensplanung und den Übergang in die Berufs- und Arbeitswelt vorbereiten und selbstverantwortlich treffen (Entscheidungs- und Handlungskompetenz),
  • Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt und über Bildungs- und Ausbildungswege auch an Hochschulen systematisieren,
  • (betriebsnahe) Praxiserfahrungen sammeln und diese im Unterricht reflektieren,
  • eigene Berufs- und Entwicklungschancen erkennen und sich über den Übergang in eine Ausbildung, in weitere schulische Bildungsgänge oder in ein Studium informieren (Sach- und Urteilskompetenz).

Hierzu gehört auch, geschlechtsbezogene Stereotype zu vermeiden bzw. zu beseitigen sowie Praxiserfahrungen in frauen- und männeruntypischen Berufen zu ermöglichen.[1]

[1] http://www.berufsorientierung-nrw.de/standardelemente/strukturen-an-der-schule/curriculum/index.html

Einsatz des Portfolioinstruments

Berufsorientierungswand (BOWA)

Seit dem Schuljahr 2016/2017 hängen in allen Klassen der Jahrgangsstufen 8-10 je eine „Berufsorientierungswand“, die von AL II und Stubo Sek I entwickelt wurde.

(s. folgendes Schema)

Hier wurden in Kooperation mit Technik- und Kunstkursen auf großen Spanholzplatten Klarsichthüllen (eigentlich für Visitenkarten gedacht) montiert, sodass für jeden Schüler eine Zeile von sechs von oben befüllbaren kleinen Hüllen zur Verfügung steht. Gemäß der folgenden Übersicht, die den SchülerInnen als Faltblatt zu Beginn der 8. Klasse ausgegeben wird (s. nächste Seiten), kann nun die Wand im Laufe der drei Jahre von Jg. 8 bis Ende Jg. 10 langsam ihre Farbe ändern – zu Beginn der 8 ist alles rot.

In den AST-Stunden pflegen die SchülerInnen jeweils ihre eigene Spalte auf den neuesten Stand, indem sie in die sechs Rubriken Papierkärtchen in entsprechender Farbe in die Hüllen einstecken. Die Vorteile liegen in der Übersichtlichkeit für die Klassenlehrer („Wer hat immer noch kein Praktikum?“) sowie in der organisatorischen Hilfe für die SchülerInnen („Was ist gerade für mich zu erledigen?“, „Wer hat einen interessanten Praktikumsplatz gefunden und kann mir Informationen geben, ob ich mich dort auch bewerben möchte?“, „ Wo sind die anderen schon weiter als ich?“) Der Stand der jeweiligen Fortschritte in den einzelnen Rubriken ist durch die unterschiedliche Farbwahl auf den ersten Blick sichtbar.

Durch die immer wieder notwendige Dokumentation im Berufswahlpass wird dieses Portfolio-Instrument mit der Arbeit an der BOWA verzahnt.

Beratungs- und BO-Förderkonzept (individuelle Förderplanung):

Berufseinstiegsbegleitung (BerEb)

Seit dem 01.09.2015 wird an der Gesamtschule Volksgarten die Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) angeboten. Diese Maßnahme wird von der Bundesagentur für Arbeit (BA) an Bildungsträger – hier das Jugendförderungswerk Mönchengladbach e.V. (Jfw) - vergeben, die wiederum Mitarbeiter an die teilnehmenden Schulen entsenden.

Das Programm ist gedacht für Schülerinnen und Schüler, die voraussichtlich nach einem Sek. I – Abschluss eine Berufsausbildung anstreben und beginnt in der Regel im 9. Schuljahr. Schul- und Klassenleitung treffen eine Auswahl möglicher Teil-nehmer/innen aus dieser Zielgruppe. Dieses freiwillige und kostenlose Angebot muss von den Jugendlichen sowie deren Eltern schriftlich angenommen und von der BA bzw. dem zuständigen Berufsberater (BB) bestätigt werden.

Berufseinstiegsbegleiter/innen (auch: BerEb) unterstützen seine/ihre Teilnehmer/ innen individuell

- bei Problemen in der Schule und zu Hause,

- beim Erlangen eines Schulabschlusses,

- beim Finden eines realistischen Berufszieles,

- bei der Suche nach einem Ausbildungsplatzes

auf ihrem Weg in eine Berufsausbildung. Die Betreuung setzt sich nach dem Schulabschluss fort:

- weitere sechs Monate bei einer betrieblichen

- und bis zu 24 Monaten bei einer schulischen Ausbildung,

  ebenso beim Anstreben eines höheren Schulabschlusses.

Der/die BerEb arbeiten eng mit Lehrern/innen, Eltern, Berufsberatern/innen und Betrieben zusammen, beraten und vermitteln zwischen ihnen und den Teilnehmern/ innen.

Das Büro des BerEb der Gesamtschule Volksgarten befindet sich im Erdgeschoss O-Gebäude. Die Sprechzeiten sind dort ausgehängt.

Im Bedarfsfall können Termine außerhalb dieser vereinbart werden.

Zuständiger BerEb:            M. Bongartz

Berufsberater

Der Berufsberater der Agentur für Arbeit, Herr Andreas Mika, bietet seit Jahren in unserer Schule besonders für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 und 10 regelmäßige altersadäquate Informations-veranstaltungen im Rahmen des Klassenverbandes an (Die Klassenlehrer sind hierbei anwesend.) Die entsprechenden Termine werden zum Schuljahresbeginn in einem Gespräch zwischen Berufsberater, Abteilungsleiter und StuBo abgesprochen und in Kopie an die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer weitergegeben.

Der Berufsberater bietet Sprechstunden für Einzelgespräche (Eltern und Schüler) an. Hierbei erfolgt die Terminvereinbarung durch die Schülerinnen und Schüler über den StuBo, sodass dieser gemeinsam mit den Klassenlehrern eine Übersicht über erfolgte Gespräche hat. Für die Zeit des Beratungsgesprächs werden die Schülerinnen und Schüler falls nötig vom Unterricht befreit. Die Schüler haben zur Gesprächsvorbereitung ihren Berufswahlpass entsprechend vorzubereiten und dokumentieren erfolgte Gespräche über die Berufsorientierungswand. Anschließend sind die Ergebnisse im Berufswahlpass zu vermerken.

An den Elternsprechtagen bietet der Berufsberater ebenfalls Sprechzeiten in der Schule an.

Einbindung von Eltern und Erziehungsberechtigten

Eltern und Erziehungsberechtigte werden als wichtige Partner und Unterstützer bei der Berufswahl ihrer Kinder an mehreren Stellen in das BO-Konzept eingebunden. Beginnend auf dem Elternabend Ende Jg. 7 gibt es einen ersten Überblick über das BO-Konzept unserer Schule mit anschließender Fragerunde. Danach haben Eltern Gelegenheit, auf jedem Klassenpflegschaftsabend und jedem Elternsprechtag mit den Klassenlehrern gemeinsam die in der Klasse aushängende BO-Wand zu „besichtigen“ und sich über die derzeitigen Einträge Ihres Kindes zu informieren, bzw. mit der Klassenleitung darüber ins Gespräch zu kommen. Im Jahrgang 8 nehmen die Eltern während der Projektwoche „Berufsorientierung“ an der Info-Veranstaltung im BIZ teil, sowie am Elternabend der Kreishandwerkerschaft im Haus des Handwerks.

Die Eltern sind ausdrücklich zu sämtlichen Gesprächen bezüglich der beruflichen Orientierung ihres Kindes eingeladen, so z.B. zu den Nachbesprechungen der Potentialanalyse oder den Beratungsgesprächen beim Berufsberater der Agentur für Arbeit oder den Berufseinstiegsbegleitern.

Kooperationen mit außerschulischen Akteuren und Netzwerkarbeit

Hier eine Auswahl von Unternehmen und Institutionen, mit denen wir im Rahmen von Berufsfelderkundungen zusammenarbeiten:

ATB Schorch GmbH, Berufsfeuerwehr der Stadt MG, Reiner Brenner Karosseriebau GmbH, CEWE Color ,Dörries Scharmann Technologie GmbH, Elisabeth Krankenhaus (Zentrum für Aus- und Fortbildung), Fielmann AG, Gardeur AG, Gartencenter Lenders, Galeria Kaufhof GmbH, Hepp Schwamborn, Katholische Kindertagesstätte St. Bonifatius, Mantz Ladenbau, MAXMO Apotheke, L’Osteria, Polizei Mönchengladbach, Santander Consumer Bank MGH, Schalm GmbH, Scheidt&Bachmann GmbH, S&G Industrieschreinerei, SMS Meer GmbH (Mannesmann Demag AG-Metall-Rohranlagen), Stadtsparkasse Mönchengladbach, Stadtverwaltung Mönchengladbach, Waldhausen & Bürkel GmbH & CoKG

Weitere Kooperationspartner unserer Schule sind (von A bis Z) u.a.:

Der Arbeitskreis Schule Wirtschaft, die Arbeitsstelle für interkulturelle Bildung und Integration (ABI), die AOK Rheinland, zahlreiche Betriebe und Firmen aus der Region, Beratungsstellen der Stadt Mönchengladbach/ Korschenbroich, Viersen, die Bundesagentur für Arbeit, die Drogenberatung, IHK, das Jugendamt Mönchengladbach, das Jugendförderungswerk, die Kommunale Koordinierung der Stadt MG, die Polizei Mönchengladbach (Dezernat–Prävention, Verkehrserziehung), Pro Familia, der schulpsychologischer Dienst, Sozialpädagogisches Zentrum, die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld/ Mönchengladbach, Wirtschaftsförderung Mönchengladbach / WFMG / MG Connect, Zornröschen

Informationstransfer

Über sämtliche Maßnahmen innerhalb des Berufsorientierungskonzeptes werden die betreffenden Kolleginnen und Kollegen zu entsprechender Zeit in Dienstbesprechungen bzw. Jahrgangsstufenkonferenzen informiert, da nur so ein adäquater Informationsfluss zu Schülern und Eltern zu gewährleisten ist. Hierbei ist ein ständiger Informationsaustausch unabdingbar. Dies betrifft u.a. Maßnahmen wie die Praktika, die Berufsorientierungswoche und die Teilnahme an der Potentialnalyse.

 Die Hauptzuständigkeit bei der Weitergabe von Informationen zur Berufswahl liegt beim StuBo. Dieser erhält von der Schulleitung sämtliche Informationspapiere, die zur Schule geschickt werden, wertet diese inhaltlich aus, gibt sie an die Kolleginnen und Kollegen weiter, die wiederum die Informationen an die Schülerinnen und Schüler weitergeben. Seitens der Schulleitung besteht ein sehr enger Kontakt zum StuBo , was sich u.a. durch wöchentliche Dienstbesprechungen zeigt, in denen sämtliche Maßnahmen nach Rücksprache mit Kolleginnen und Kollegen vorbereitet und evaluiert werden.

Alle Maßnahmen, die das Schulprogramm betreffen (z.B. Kooperation mit der Galeria Kaufhof GmbH) werden in sämtlichen Gremien der Schule besprochen und entschieden (Lehrerkonferenz, SV, Schulpflegschaft, Schulkonferenz).

Maßnahmen, die die einzelnen Fächer betreffen und somit die Curricula berühren, werden in den Fachkonferenzen der Fächer entschieden, womit eine für das Gesamtkonzept wichtige Obligatorik hergestellt werden kann.

Das Kollegium ist in ständiger Kommunikation mit den Eltern (Elternabende u.a. zu Fragen der Berufsorientierung, Elternsprechtage, Einbeziehung der Eltern in Gespräche mit dem Berufsberater; vor allem auch am Elternsprechtag oder bei den Nachbesprechungen der Potentialanalyse), den Schülerinnen und Schülern (Reflexion der Maßnahmen im Klassenverband, BOWA s. Kapitel 4) sowie den Betrieben und außerschulischen Einrichtungen. Dabei ist es hilfreich, dass das Konzept über lange Jahre gewachsen ist und somit ein ständiger Kontakt mit den außerschulischen Einrichtungen gegeben ist. Dieser erfolgt vor und nach jeder Betriebserkundung und mehrmals während des Praktikums. Wir als Schule und unsere Anliegen sind unseren Ansprechpartnern seit vielen Jahren bekannt, was einen erheblichen Vorteil für unsere Zusammenarbeit bedeutet. Gerade auf diese Konstanz legen das Kollegium und die Schulleitung der GE Volksgarten sehr viel Wert.

Im Gebäude der Mittelstufe ist für die Schülerinnen und Schüler ein großes White-Board installiert, über das sie sich ständig zu aktuellen Themen informieren können. Je nach Fortgang des Schuljahres sind es z.B, die Einladungen zu den Gesprächen „Rettet den Abschluss“ oder die Organisation der Zentralen Prüfungen.

Auch sämtliche Informationsangebote der Berufskollegs werden an dieser Stelle unsere Schülerinnen und Schüler weitergegeben, die diese bei Interesse besuchen können. Die Information darüber erfolgt zusätzlich über den Beratungslehrer durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer.

Indikatoren gestützte Qualitätssicherung und Evaluation

Im Januar 2018 nahmen alle SchülerInnen der Jahrgänge 9 und 10 an der Evaluation unserer bisherigen Maßnahmen zur Berufsorientierung teil.

(s. Fragenbogen im Anhang)

In beiden Jahrgängen wurde die eher sporadische Arbeit mit dem Berufswahlpass bemängelt. Das wurde an die FK Wirtschaftslehre zurück gemeldet und über die Arbeit an der Berufsorientierungswand weiter verzahnt.

Die Praktika in 9 und 10 wurden durchweg als positiv und sinnvoll bezeichnet, hier vergaben 80% des 10. Jahrgangs die Zensuren „1“ oder „2“. Diese Rückmeldungen gehen an den für das Praktikum zuständigen Stubo und werden weiterhin besonders empfohlen.

Über die Mehrheit der SchülerInnen der beiden Jahrgänge gab an, dass besonders das Praktikum, bzw. die Empfehlungen ihrer Eltern stark die weitere berufliche Orientierung prägen und erleichtern. Immerhin sind die derzeit an unserer Schule laufenden Hilfen zur Berufsvorbereitung so valide, dass zum Halbjahreszeugnis der 10. Klasse  85% der SchülerInnen angaben, ein konkretes berufliches Ziel zu verfolgen. Im Jahrgang 9 waren es immerhin auch schon 70%. Über das neue BO-Instrument „Schüler online“, das eng von den Klassenlehrern und dem Beratungsteam begleitet wurde, war dann auch zu verfolgen, dass wir bis auf wenige krankheitsbedingte Ausnahmen den gesamten Jahrgang in eine anschließende Ausbildung, ob schulisch oder betrieblich, vermitteln konnten.

Qualifizierung/Professionalisierung der Lehrkräfte

Die Zuständigkeit bei der Durchführung von Maßnahmen im Berufswahlprozess liegt bei allen Lehrkräften der GE Volksgarten, wobei die Organisation der meisten Angebote, Projekte und Maßnahmen durch die StuBos der Sekundarstufe I und die Abteilungsleiterin der Abteilung II (Klassen 8-10) erfolgt. Dies hat sich als sinnvoll erwiesen, da somit eine einheitliche Vorgehensweise betreffend des Gesamtkonzeptes erreicht werden kann, was umso wichtiger ist, da es sich hierbei um einen Prozess zur Berufswahlorientierung und Lebensplanung handelt.

Durch verschiedene Fortbildungen (Ausbildung zum StuBo, Moderation Steps To Success, e-learning Fortbildung „economics“) und den Besuch verschiedenster Arbeitskreise (Beirat Schule/Beruf, Frühabgänger in MG, AK Schule-Wirtschaft, Dienstbesprechung der Beratungslehrer Linker Niederrhein/Duisburg, AK StuBo, Dienstbesprechungen der Schulleitungsmitglieder) sind die verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen ständig auf einem aktuellen Informationsniveau und verfügen über entsprechende Kompetenzen innerhalb dieses Bereichs.

Eine Weitergabe von Angeboten (z.B. Besuch von Informationsveranstaltungen des AK Schule-Wirtschaft, der Bundesagentur für Arbeit u.a.), Materialien und Fortbildungsmaßnahmen erfolgt durch die Schulleitung und/oder den StuBo an alle Kolleginnen und Kollegen in schriftlicher Form oder durch Berichte in der Lehrerkonferenz.

Anhang