Scroll To Top

Schüler stellen Ergebnisse ihrer Flüchtlingsumfrage vor

Der SoWi-Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 an der Gesamtschule Volksgarten wollte sich mit Infos aus den Medien nicht begnügen, sondern sich selbst ein Bild darüber machen, wie die Mönchengladbacher zur Flüchtlingsdebatte stehen. Deshalb haben sie eine Umfrage entwickelt und mehr als 300 Menschen in der Innenstadt nach ihrer Einstellung gefragt. Sie wollten unter anderem wissen, ob sie Angst vor mehr Kriminalität durch Zuwanderung haben, ob sie die Flüchtlinge adäquat versorgt sehen, und wie sie die gesellschaftlichen und finanziellen Herausforderungen zur Integration einschätzen.

Die Ergebnisse ihrer Befragung stellten die Schüler jetzt gemeinsam mit Referendar Jan Oltersdorf der Sozialdezernentin Dörte Schall und Mitarbeitern von Sozialamt und Jugendamt vor. Die Jugendlichen haben herausgefunden, dass Alter und Geschlecht der Befragten bei den Antworten kaum eine Rolle spielen. Je nach Bildungsabschluss und persönlichem Kontakt zu Zuwanderern unterscheiden sich die Aussagen allerdings deutlich: Angst vor steigender Kriminalität haben vor allem Menschen ohne oder niedrigem Schulabschluss.

Ein weiterer Befund: Personen, die privaten Kontakt zu Flüchtlingen haben, wünschen sich besonders häufig „spezielle Bildungsangebote“ für Flüchtlinge, während Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich um Flüchtlinge kümmern, solche Forderungen seltener stellen. „Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die Profis und Ehrenamtler mehr Informationen darüber haben, welche Angebote es für Zuwanderer in Mönchengladbach bereits gibt, und dass es allen beteiligten Institutionen vor allem darum geht, gerade junge Menschen möglichst rasch in die bestehenden Bildungssysteme zu integrieren“, erläuterte Dörte Schall beim Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern.

Die hatten zum Termin im Sozialdezernat auch eine Reihe von Fragen mitgebracht: So wollten sie zum Beispiel wissen, wie sich der Zustrom von Asylbewerbern auf die Arbeit der Verwaltung auswirkt, ob es statistische Belege für einen Anstieg der Kriminalität gibt und welche Bildungsangebote es für Flüchtlingskinder in Mönchengladbach gibt. Antworten konnten Dezernatscontroller Bernd Donth, Flüchtlingskoordinator André Hardcastle und Norbert Deckers aus der Kita-Abteilung des Jugendamtes geben.

von Administrator

Zurück