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Bericht von MITRA
Der 17-jährige Christy steht an einem Scheideweg. Er ist gerade aus seiner Pflegefamilie in der ruhigen Vorstadt geworfen worden und bei seinem älteren Bruder Shane eingezogen, der im Arbeiter*innenviertel im Norden der irischen Stadt Cork wohnt. Für Shane ist das nur eine vorübergehende Lösung, aber Christy beginnt, sich bei ihm zu Hause zu fühlen, lässt sich auf die Menschen vor Ort ein und findet Freund*innen. Über die erweiterte Familie – so schlecht ihr Ruf auch ist – kann er sogar wieder an seine Vergangenheit anknüpfen. Shane versucht jedoch, ihn von der Verwandtschaft fernzuhalten. Er will um jeden Preis ein besseres Leben für Christy, selbst wenn das bedeutet, dass er ihn von sich stoßen muss. Nach vielen Jahren der Trennung stehen die Brüder vor der Aufgabe, sich mit ihren turbulenten Vergangenheiten zu versöhnen und zu entscheiden, wie die Zukunft aussehen soll. (Quelle: Berlinale)
Der Film “Christy” war echt ein beeindruckender Film, weil er gleichzeitig traurig, aber auch hoffnungsvoll war. Wir fanden gut, dass Christy trotz aller Schwierigkeiten an sich selbst glaubt. Wir mochten an dem Film, dass es immer wieder emotionale Wendungen gab. Es gab Hoch- und Tiefpunkte. Zum Beispiel hat er sich wieder mit der Gang zusammengetan und geraucht. Aber er hat sich auch mit dem Jungen im Rollstuhl angefreundet. Von einer Freundin seiner Mutter hat er die Idee angenommen, als Friseur zu arbeiten. Dadurch bekam er die Möglichkeit, einen Beruf auszuüben. Man merkt richtig, dass er es nicht leicht hatte, vor allem, weil er in verschiedenen Pfegefamilien aufgewachsen ist. Das hinterlässt natürlich auch Spuren, weil er noch sehr jung war. Zudem hat er sich wie eine Last gefühlt, als er bei seinem Bruder Shane gelebt hat. Die Beziehung zu seinem Bruder ist auch sehr schwierig. Am Anfang hatte man das Gefühl, dass Shane ihn gar nicht wirklich bei sich haben möchte. Das ist schon hart, weil Christy sich dann nur noch unsicherer fühlt. Man merkt gut, dass ihm eine richtige Familie fehlt. Trotzdem finde ich es schön, wie sich die Beziehung der beiden Brüder im Laufe des Films entwickelt. Wir meinen auch, dass Christy durch neue Freundschaften mehr Halt findet. Andererseits wird auch klar, dass er schnell durch seie Cousins in kriminelle Sachen hineingezogen wird und auf die schiefe Bahn gerät. Am Ende finde ich es besonders gut, dass die Brüder sich besser verstehen und sich als eine Familie begreifen und beide füreinander wichtig sind. Trailer
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