|
Erlebnis-Bericht
Ende
April hatte wir (die vielleicht neuen Juniorbotschafter*innen) die
Gelegenheit, einen Ausflug nach Vlotho mit dem Projektkurs der
Juniorbotschafter*innen (Unsere Schule ist Botschafterschule für
das Europäische Parlament.) zu begleiten.
Am Anfang wussten wir nicht, was uns erwarten würde, aber schnell wurde klar, dass hier alles direkt ausgesprochen wird und wir aktiv diskutieren werden. Genau deshalb stellten wir uns die Frage „Was bedeutet Europa eigentlich für uns?“. Als wir nach einer langen, verspäteten Fahrt – begleitet von Herrn Wilkes und Frau Gründer - endlich in Vlotho ankamen, wurden wir herzlich begrüsst und uns wurde der weitere Ablauf des Tages erläutert. Wir starteten um 15:00 Uhr mit einem thematischen Einstieg, indem wir spielerisch über unsere Interessen geredet haben, das heißt, wir mussten uns bei Fragen wie „Wo würdest du gerne einmal ein Auslandsjahr machen?“, “Wo würdest du gerne einmal Urlaub machen?” auf einer riesigen Europakarte auf das jeweilige Land stellen. Während der Kaffeepause wurde sich nicht, wie man vermuten würde, über Freizeit ausgetauscht, sondern weiter über Europa und seine Vielfalt debattiert. Weiter ging es mit der „Tour d’europe“, wo wir uns auch hier spielerisch mit Europa auseinandergesetzt haben. Wir mussten in Teams an sieben Stationen gegeneinander antreten und berühmte Personen ihrem Land zuordnen wie zum Beispiel Marie Curie oder Martin Luther, berühmte Kunstwerke, Auto-Kennzeichen den EU-Ländern zuordnen oder doch lieber erkennen welche Bilder zu welchen Bundesländerngehören. Da waren wir viel schlechter als bei den Kenntnissen über Europa. Schnell musste es beim Zusammenfügen eines großen Puzzles mit der Europakarte gehen.
Um 18:30Uhr gab es Abendessen, ein leckeres Buffet mit Brot, Käse, Wurst, Salat und natürlich darf der Nachtisch nicht vergessen werden. Hiermit endete das offizielle Programm für den ersten Tag, aber nicht für uns. Wir konnten Tishfussball, Billard oder Tischtennis spielen oder uns noch im Park aufhalten. Ob nun weiter über das Progamm, Europa oder andere Dinge, es wurde weiter geredet und gelacht. Jeder kam mit jedem aus und bereits nach dem ersten Tag wurde einem schnell bewusst, es war die richtige Entscheidung mitzufahren. Als wir zum Abend die Zimmer bezogen haben war das Licht verhältnismäßig schnell aus. Das Frühstück begann wie jeden weiteren Tag um 08:30 Uhr auch hier mit einem Buffet, Müsli, Brötchen, Brot, Salat und Saft. Ab 09:30Uhr starteten wir dann mit dem Programm in den Tag und stellten uns die Frage „EU-Konvent: Was ist das?“. Dort debattierten wir, was die EU ist, welche Aufgaben sie hat und was für Vor-und Nachteile diese mit sich bringt, was die Pflicht zur Einstimmigkeit bedeutet und wer alles im Konvent vertreten ist. Kurz darauf begaben wir uns in eine Vorbereitung für ein Rollenspiel. Wir wurden zu zweit einem Land der EU mit Rollenkarte zugelost oder mussten die Rolle der Kommission und des Präsidiums übernehmen. Aber bevor es richtig starten konnte, wurde sich eingelesen, recherchiert und Bündnisse mit anderen Ländern geschlossen, die ähnliche Interessen vertreten.
Nach einer einstündigen Vorbereitung ging es dann zum Mittagessen. Dies war reichhaltig, wie alle Mahlzeiten, perfekt für den weiteren Programmpunkt. Das tatsächlichen Simulationsspiel: Dazu wurden die Tische wie bei einem echten Konvent in einen Halbkreis gestellt, mit dem Blick auf das Präsidiums und die Kommision und mit Flaggen und Namensschildern dekoriert. So wurde der Konvent vom Präsidium eröffnet und es wurde fleißig über zwei Themen diskutiert, den Umgang mit Asylbewerbern und die Erweiterung der EU um weitere Länder und Regionen wie der Ukraine, dem Westbalkan und der Türkei. Man merkte sehr schnell, welche Länder bereitwillig waren Kompromisse und Allianzen einzugehen (DE, FR, SE, IT, PL, LT) und welche eben nicht. In unserem Fall Ungarn. Dies führte dazu, dass der Konvent nach gut 1,5 Stunden trotz intensiver Argumentation ohne Ergebnis endete. Die darauffolgende Nachbesprechung war kurz, denn alle waren müde vom reden, denken und generell dem Halten der Aufmerksamkeit. Gut also das, dass Abendessen nicht enttäuschte und daraufhin alle ihren eigenen Aktivitäten nachgehen konnten. Der nächste Tag war schon unser letzter, aber dieser war nicht unbedingt weniger anspruchsvoller, wir starteten mit dem Spiel Scharade zum Thema EU und mit einer kleinen Änderung, denn wir mussten nicht nur Wörter pantomimisch, darstellen, sondern auch nur mit einzelnen Wörtern sowie ausschließlich nur mit Lauten. Das war sehr lustig. Als Nächstes befassten wir wir uns mit verschieden Modellen (Titanic, Vereinigte Statten von Europa, EU als reine Wirtschaftsunion und ein Europa mit zwei Geschwindigkeiten) wie die EU sich in Zukunft weiterentwickeln könnte oder auch eben nicht. Dafür waren wir abermals in Gruppen aufgeteilt um die Ergebnisse später im Plenum vorzutragen in welchem wir am Ende zum Schluss kamen das die jetzige EU schon sehr gut ist, es jedoch auch noch Verbesserungsbedarf/Ideen gibt. Als abschließende Aufgabe gestalteten wir ein Plakat nach dem Eisberg-Modell (Design Thinking), bei dem die gängigen Kritikpunkte an der EU an der Spitze gesammelt werden und die zu vermutende Gründe für die Kritik am Fuße des Eisbergs. Dies lud abschließend zu einer Reflexion ein. was man gegen Kritik an der Eu tun könnte, welche Vorteile die EU für uns hat und wie uns das Seminar gefallen hat.
Nach diesem Feedback machten wir uns alle auf den Weg zum Bahnhof und somit auf den Weg nach Hause, um 20 Uhr waren wir wieder in MG. Was für ein toller Ausflug mit vielen neuen Erfahrungen, Denkweisen und Inspirationen. Der für uns alle mit Sicherheit einen Mehrwert gehabt hat. Gerne wieder!!
Vielen Dank an das :
| ||||||||||